TWL
(Tempowechsellauf) in Gießen-Lützellinden (21.02.2009)
Ergebnis
des Crescendo-Dauerlaufs in Gießen-Lützellinden (07.01.2009)
Ein
Kennzeichen des von mir praktizierten Trainings ist seine Periodisierung, bei
dem die wichtigsten Läufe (die Kerntrainingseinheiten "KTE") über einen Zeitraum
von 3-6 Wochen regelmäßig wiederholt werden. Die Leistungsentwicklung lässt sich
so leicht überprüfen.Der Trainingsaufbau von Oktober 2008 bis Juni 2009 stellt
sich wie folgt dar (Periode 1-9):
1)
3 bis 4 Wochen Regeneration (lockere Dauerläufe und -Fahrtspiele, Ausgleichsport
wie Schwimmen, Rad fahren, Wandern, …)
2)
KTE Lauf-ABC und Bergläufe (kurz) -> Schwerpunkt Koordination/Laufstil
3a)
KTE Berg-Dauerlauf und Bergläufe (kurz und sehr steil) -> Schwerpunkt Kraftausdauer
(Koordination, Stil)
3b)
KTE Bergläufe (lang) und Querfeldein-/Crosstraining -> Schwerpunkt Kraftausdauer
(Koordination, Stil
4)
KTE Bergfahrtspiel und Fahrtspiele -> Schwerpunkt Körper- und Tempogefühl
5)
KTE Dauerlauf (Crescendo) -> Schwerpunkt Zeitgefühl, Tempohärte
6)
KTE Tempowechselläufe und Tempoläufe (extensiv) -> Herantasten an individuelle
Zielwettkampf-Belastung
7)
Trainingslager (03. - 10. April 2008 in den Niederlanden)
8)
KTE Tempoläufe (intensiv) -> Feinschliff
9)
Ziel-Wettkampf/-Wettkämpfe
Aktuelle
und anstehende Kerntrainingseinheiten bauen auf den zuvor erarbeiteten bzw. optimierten
Fähigkeiten auf.
Größte
Bedeutung bei unserem Training haben die ohne Druck gelaufenen-, lockeren- sowie
die langen Dauerläufe im niedrigen bis mittleren Intensitätsbereich, ohne die
man das tempointensive Training der Perioden (4) bis (8) nur schwer verkraften
kann! Also … viele Laufkilometer bei langsamem Tempo (vor allem in den Perioden
(2) bis (3b), bei Ausrichtung auf Marathon bis 2 Wochen vor Ziel-Wettkampf). Prinzipiell
gilt: Je besser die erarbeitete Ausdauergrundlage, umso länger kann die Höchstform
gehalten werden!
